Helferausbildungen


Wer ist hier der Boss?

Da du für die meisten klassischen Sozial- und Pflegeausbildungen einen Mittleren Schulabschluss brauchst, fängst du nach deinem Hauptschulabschluss mit einer Helferausbildung an. Wie du von dort aus weiterkommst, erklären wir dir hier.

Helferausbildungen

Beim Altenpflegehelfer ist die Sache klar: Er ist der Assistent des Altenpflegers. Er hat im Arbeitsalltag ähnliche Aufgaben, arbeitet aber (in seriösen Einrichtungen) nicht alleine und eigenverantwortlich, sondern immer zusammen mit einem Altenpfleger.

Bei den anderen Helferausbildungen wird es leider etwas komplizierter: Zwar arbeitet der Krankenpflegehelfer grundsätzlich dem Krankenpfleger zu, der Heilerziehungspflegehelfer dem Heilerziehungspfleger. Aber manchmal heißt es auch Pflegehelfer bzw. Pflegeassistent, der kann dann im Krankenhaus ODER im Altenpflegeheim lernen und eingesetzt werden, aber eher nicht in der Heilerziehungspflege. 

Und danach?

Nach Abschluss dieser Ausbildungen kann man mit der normalen Altenpflege- oder Krankenpflege-Ausbildung weitermachen. Beim Heilerziehungspflegehelfer ist das anders, er hat keine Aufstiegschancen und bleibt Helfer. Eine neue Helferausbildung in Baden-Württemberg ändert das: Der Heilerziehungsassistenthat sehr wohl Aufstiegsschancen und kann die Heilerziehungspflege-Ausbildung anschließen.

Das Multitalent und die Berufsrichtung Erziehung

Dann gibt es noch eine andere Gruppe von Helferausbildungen, die alle Grundausbildungen sind und auf die klassischen sozialen Berufe vorbereiten: Sozialassistent, Sozialpädagogischer Assistent, Kinderpfleger, Sozialhelfer, Sozialbetreuer. Der Sozialassistent ist das Multitalent: In dieser Ausbildung schnupperst du in verschiedenen Praktika in die Berufe Altenpfleger, Erzieher, Heilerziehungspfleger und Hauswirtschafter rein und kannst dich dann danach entscheiden, womit du weitermachst. Leider wird der Sozialassistent nicht in allen Bundesländern angeboten. Überall dort, wo er Sozialpädagogischer Assistent oder Kinderpfleger heißt, bereitet er nur auf die Ausbildung Erzieher vor, du arbeitest also danach mit Kindern und Jugendlichen. In diesen Bundesländern musst du dich VOR deiner Helferausbildung entscheiden, in welche Richtung es weitergehen soll.

Wie lange dauert das?

Die Helferausbildungen dauern ein bis zwei Jahre, berufsbegleitend auch länger. Sie können unter bestimmten Bedingungen von der Arbeitsagentur gefördert werden. Auch musst du je nach Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Erkundige dich am besten bei deinem Berater in der Arbeitsagentur oder bei der Ausbildungseinrichtung deiner Wahl. Ausbildungseinrichtungen, die Helferausbildungen für Hauptschulabgänger anbieten, findest du in unserem Ausbildungsstätten-Navigator.

Gleich arbeiten oder weiterlernen?

Wenn du mit der Helferausbildung fertig bist, hast du verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir sofort einen Job suchen, also zum Beispiel als Altenpflegehelfer/in in einem Pflegeheim arbeiten. Oder als Kinderpfleger/in in einer Kita. Du kannst aber auch eine klassische Ausbildung draufsetzen, also zum Beispiel als fertiger Alten- oder Krankenpflegehelfer eine Ausbildung in der Altenpflege machen. Teils wird die Helferausbildung sogar angerechnet, sodass sich die Ausbildungszeit verkürzt.

Wichtig

Der wichtigste Tipp: Informiere dich sehr gut, bevor du deine Helferausbildung anfängst, ob du damit überhaupt dahin kommst, wo du hin willst, und ob du damit Aufsstiegschancen hast! 

 

Auf einen Blick

 

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