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Bachelor Religionspädagogik

Annika (22) und Christopher (28) arbeiten gern mit Jugendlichen und machen ihr "Hobby" zum Beruf.

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Wie macht man die Bibel spannend für Kinder und Jugendliche? Ekkehard hat da jede Menge Ideen: "Bei einer kirchlichen Familienfreizeit in der Schweiz habe ich mit acht- bis zwölfjährigen Kindern biblische Geschichten nachgemalt und kleine Theaterszenen dazu einstudiert, die wir dann vor den Eltern aufgeführt haben."

Zum Kinderprogramm, das er sich ausgedacht hatte, gehörten aber auch DVD-Nachmittage und Spiele an der frischen Luft. "Natürlich muss nicht jede Beschäftigung was Christliches sein", sagt der 29-Jährige, "Als Gute-Nacht-Geschichte habe ich einen Kinderkrimi vorgelesen!"

Ein anderer Praxiseinsatz für Ekkehard war das Bildungsprojekt "Sächsische Sommer-Bibelschule". Da hat er sich mit den 15- bis 22-jährigen Teilnehmern die Psalmen von David vorgenommen. "Ich habe ihnen dann die Aufgabe gegeben, selbst mal einen Psalm zu schreiben", erzählt er. "Und dabei sind sie wirklich über sich selbst hinausgewachsen! Ich habe echt gestaunt, welche poetischen Texte dabei rauskamen." Mit solchen Praxiseinheiten, die immer von einem Dozenten theoretisch begleitet werden, bereitet der Bachelorstudiengang Religionspädagogik zum Beispiel auf die Arbeit im kirchlichen Dienst vor.

Ekkehard, der an der Evangelischen Hochschule Moritzburg studiert, möchte später als Gemeindepädagoge die Kinder- und Jugendarbeit in einer Gemeinde gestalten: "Ich freue mich schon darauf, Jugendfreizeiten zu organisieren und einfach für die ‚Junge Gemeinde‘, also für die jugendlichen Gemeinde-Mitglieder nach ihrer Konfirmation, da zu sein." Er könnte aber auch in einer Grundschule Religion unterrichten oder als Erzieher in einer kirchlichen Kita arbeiten.

"Ich finde es spannend, wie sich Kinder und Jugendliche mit ihrem Glauben auseinandersetzen", sagt er. Manchmal stellen sie ganz schön komplizierte Fragen. Darum muss sich Ekkehard mit der Bibel gut auskennen, um auf alles eine Antwort zu wissen. "Im Studium habe ich Seminare über biblische Theologie, also über das Alte und Neue Testament, über Ethik, Soziologie und Didaktik", erzählt der 29-Jährige, "aber auch Kirchengeschichte, Pädagogik, Psychologie und Rechtskunde stehen auf meinem Stundenplan."

Das gibt's bei der Diakonie:

Berufseinsteiger mit Bachelorabschluss bekommen je nach Bundesland und Tarif: 2.300 bis 2.800 Euro.

Die Studiengänge haben unterschiedliche Schwerpunkte

Der BA-Studiengang Religionspädagogik ist an jeder Hochschule etwas anders organisiert, kann unterschiedlich lange dauern und unterschiedliche Schwerpunkte haben. Die EH Moritzburg bietet zwei Varianten an: Den Bachelor "Evangelische Religionspädagogik mit musikalischem Profil" und den Bachelor "Evangelische Religionspädagogik und Soziale Arbeit".

Zu letzterem gehört ein Praxissemester in der Sozialarbeit. Zulassungsvoraussetzung ist normalerweise die (fachgebundene) Fachhochschulreife oder das Abitur. An manchen Hochschulen gibt es aber auch die Möglichkeit, dass man die Zulassung anders bekommt: durch eine Eignungsprüfung oder durch die Anerkennung schulischer Leistungen.

Zurück zu Ekkehard: Wie ist er überhaupt auf Religionspädagogik gekommen? Er hat sich schon als Jugendlicher in seiner Gemeinde engagiert, und weil ihm das so viel Spaß gemacht hat, kam gar nichts anderes infrage! "Viele unserer Studenten kommen aus der Jugendarbeit", weiß Christian Kahrs, Professor für Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Moritzburg, "Sie möchten ihre eigenen schönen Erfahrungen an andere weitergeben."

Wer richtig Karriere machen will, setzt den Master Religionspädagogik obendrauf. Der wird außer in Moritzburg zum Beispiel auch an der EH Berlin und EH Freiburg angeboten. "Mit dem Master kann man im Management der Landeskirche arbeiten", erklärt Professor Kahrs. Soviel zum Thema Religionspädagogik. Und wenn ihr zum Schluss noch wissen wollt, was Ekkehard in seiner Freizeit so treibt: Da macht er am liebsten Musik. Er spielt in mehreren Bands Gitarre und tritt mit verschiedenen Gospelchören auf. Alles neben dem Studium!