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Heilerziehungspfleger/in

Lara (23): "Man hat so viele Menschen um sich herum, die man irgendwie glücklich macht."

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In seinem ersten Ausbildungsjahr an der Evangelischen Fachschule der Diakonie Kork hat sich Vincent um Anne gekümmert. Anne ist Mitte 40, geistig behindert und sie braucht einen Rollstuhl. Sie lebt in einer betreuten Wohngruppe. "Wie in jeder WG gab es da manchmal Stress", grinst Vincent, der in seiner Freizeit eine Fußballmannschaft trainiert. Sein Job ist es, Menschen mit Behinderung im Alltag zu begleiten und ihnen so viel Selbstständigkeit zu ermöglichen, wie es nur geht. Von sechs Uhr früh bis halb zehn half Vincent den WG-Bewohnern beim Aufstehen und Frühstücken.

Als Heilerziehungspfleger hat er ihnen nicht einfach die Milch in den Kaffee gegossen, sondern sie ermutigt, es selbst zu tun. Wenn er Annes körperbehinderte Mitbewohnerin zur Arbeit brachte, sind sie zu Fuß gegangen, obwohl es mit dem Rollstuhl schneller gegangen wäre. "Dabei habe ich gelernt, Geduld zu haben", erinnert sich Vincent. Und es hat sich gelohnt: "Durchs regelmäßige Laufen ist die Frau viel fitter geworden!"

Der zweite Teil seiner Schicht begann am Nachmittag, wenn die WG-Bewohner von der Arbeit zurückkamen. "Es gehört auch zum Job, mit ihnen einzukaufen und zu kochen", ergänzt Bertram Tränkle, Leiter der Evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege in Kork. Ein Heilerziehungspfleger lernt darum auch Hauswirtschaft.

Als Anne Brustkrebs bekam, hat Vincent ihr geholfen, damit klarzukommen. Sein Praxisanleiter und die Kollegen haben ihm dabei den Rücken gestärkt. "Annes Familie wohnt weit weg", erzählt Vincent. Deswegen ist er mit Anne zur Chemotherapie gegangen, hat sie gepflegt und ihr einfach zugehört: "Die Krankheit hat sie körperlich und seelisch sehr belastet. Drei Monate bin ich mit ihr da durch gegangen!" Immer wenn Anne trotz allem fröhlich Lieder sang, hat sich Vincent richtig glücklich in seinem Beruf gefühlt.

Um die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machen zu können, brauchst du einen mittleren Schulabschluss und je nach Bundesland ein einjähriges Vorpraktikum oder eine abgeschlossene Helferausbildung zum Beispiel als Heilerziehungspflegehelfer, Sozialassistent oder Kinderpfleger. Vincent hat sein Freiwilliges Soziales Jahr als Vorpraktikum anerkannt bekommen. Seine Woche ist in Arbeits- und Schultage aufgeteilt. Im Unterricht lernt er Heilpädagogik, Sozialpädagogik und Pflege, außerdem Musik und Kunst. "In der Schule gibt es wenige allgemeinbildende Fächer, es geht mehr um berufsbezogene Inhalte und Persönlichkeitsbildung", sagt Schulleiter Bertram Tränkle,  "Bei uns können auch junge Leute mit schlechteren Noten in Mathe oder Englisch richtig durchstarten!"

Das gibt's bei der Diakonie:

  • meist schulische Ausbildung, keine Vergütung
  • In manchen Bundesländern ist zwischen Examen und staatlicher Anerkennung ein Berufspraktikum gefordert. Dafür bekommst du eine Praktikumsvergütung.
  • Ausnahmen (duale Ausbildungsform mit Ausbildungsvergütung): Diakoniewerk Oberlausitz 380 Euro im Monat, Hephata Berufskolleg je nach Ausbildungsjahr 793 bis 953 Euro im Monat, Ev. Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall 900 bis 1090 Euro im Monat.
  • Berufseinsteiger/in: 2.000 bis 2.300 Euro

Menschen mit Behinderung möchten ein normales Leben führen

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung erleben seine Schüler als etwas sehr Erfüllendes, auch wenn sie anstrengend sein kann. Denn es entsteht eine enge Beziehung. Vorurteile sind da schnell vom Tisch: Behinderte sind unberechenbar, schreien den ganzen Tag herum oder machen einem Angst? Das ist natürlich Quatsch! Vincent findet: "Sie sollen ein möglichst normales Leben führen, denn da hat jeder ein Recht drauf."

Als Heilerziehungspfleger hilft er, Berührungsängste abzubauen, damit Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Gesellschaft in Zukunft ganz selbstverständlich miteinander leben. Es geht nicht darum, sich von oben herab um den Menschen mit Behinderung zu kümmern, sondern darum, ihm mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen - als sein Assistent.

"Heilerziehungspfleger arbeiten in Kliniken, in der Sozialpsychiatrie, in Heimen oder WGs der Behindertenhilfe oder in Kindergärten und Schulen", erklärt Bertram Tränkle. An seiner Schule in Kork gibt es als Modellprojekt auch die neue Ausbildung "HEP-AP": In nur dreieinhalb Jahren machst du einen Doppelabschluss als Heilerziehungs- und Altenpfleger. Das macht doppelte Chancen auf dem Arbeitsmarkt! Die klassische Heilerziehungspflege-Ausbildung wird in ganz Deutschland angeboten. Was Vincent angeht: Der will vor dem Berufsstart erst noch studieren. "Aber ich bleibe auf jeden Fall im sozialen Bereich!", verspricht er.

Kommentare

Eure bisherigen Kommentare:

Max | Dienstag, 8. April 2014 - 14:08

Hallo und großes Kompliment an die Macher/innen dieser Site, da es immer wieder Meldungen über die schlechten Bedingungen auf dem Abeitsmarkt für soziale Berufe gibt, habe ich einige Fragen zu den _üblichen_ Bedingungen auf dem HEP-Arbeitsmarkt: - Gibt es überwiegend befristete Stellen? - Gibt es überwiegend Teilzeitstellen? - Die Stellenenzeigen sind trotz Beteuerung der guten Arbeitsmarktlage eher wenige und oft "nur" Kitas (mit z.B.19,5 Std) / Zeitarbeitsfirmen... Subjektives Empfinden oder Realität? - Oder gibt es für HEPs bessere Jobbörsen als die Arbeitsagentur, Stepstone, Monster & Co? Vielen Dank & viele Grüße Max


cdarocha | Montag, 14. April 2014 - 14:25

Hallo Max! Vielen Dank für dein Lob und deine Fragen. Diese sind pauschal nicht zu beantworten, weil es in jedem Bundesland anders aussieht und der Bedarf unterschiedlich ist. Wir haben uns mal umgehört und auch Leiter einer HEP-Fachschule gefragt: generell gibt es immer wieder befristete Stellen, aber es gibt auch genauso unbefristete Stellen auf dem Markt. Wir empfehlen dir das Forum Heilerziehungspfleger bei facebook: https://www.facebook.com/pages/Heilerziehungspfleger/378531780189 Hier kannst du nicht nur Fragen stellen, sondern auch einen Job suchen und finden (Stellenanzeigen). Ansonsten bieten Einrichtungen auch in unserer Stellenbörse HEP-Jobs an: http://www.soziale-berufe.com/stellenboerse.html Hier kannst du dich auch initiativ bewerben, indem du vorher eine Einrichtung im Navigator auswählst: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/ Zusätzlich raten wir dir, in regionalen Jobbörsen, bei konkreten Einrichtungen und in der Lokalpresse nach Stellen zu recherchieren. Bei weiteren Fragen kannst du dich auch direkt an uns wenden unter sozialeberufe@diakonie.de!


Roger | Sonntag, 2. März 2014 - 9:01

Hallo und guten Tag, zunächst ein Dankeschön für dieses Informationsangebot und die Möglichkeit Fragen stellen zu können. Zu mir: Ich bin 40 Jahre alt und in meinem bisherigen Berufsleben nicht wirklich glücklich geworden. Nach meiner Ausbildung als Werbetechniker habe ich unter anderem einige Jahre in Werbeagenturen gearbeitet und war im Bereich "Internet" selbständig. Bereits früher liebäugelte ich mit einer Tätigkeit im sozialen Bereich, ließ mich allerdings von den verbreiteten Vorbehalten beeinflussen. Meine letzte Tätigkeit - über eine Zeitarbeitsfirma in einem völlig fremden Beruf - wurde nun wegen schlechter Auftragslage beendet. Dem Herrn sei Dank! Während der letzten Tage auf Suche nach einer erfüllenden Berufung kam ich wieder auf das Thema "soziale Arbeit". Den Beruf des HEP könnte ich leider nur über eine Umschulungsmaßnahme erreichen. Und hier nun meine Frage: Habt Ihr Erfahrung (irgendwelcher Art), wie die AfA auf den Vorschlag für speziell diesen Beruf reagiert? Klar ist das auch immer Abhängig vom Vermittler. Jedoch stützt sich meine Hoffnung auf den Personalbedarf in diesem Bereich. Für Tipps und Informationen jeglicher Art danke ich im Vorraus. Ach ja, was vllt. auch interessant ist: - Zivildienst in einer Klinik für Psychosomatik und Sucht. - Früher einmal gemeinsames Wohnen mit behindertem Freund (Krebspatient, dem aufgrund dessen das Bein amputiert wurde). - Schlüsselerlebnis, leider schon ca. 7 Jahre her: Nachdem ich in einem Café situationsbedingt auf einen mir unbekannten Rollstuhlfahrer mit starker körperlicher und geistiger Behinderung eine halbe Stunde lang "aufgepasst", ihn etwas "versorgt" hatte, erhielt ich vom Leiter der Einrichtung ein direktes Jobangebot. (Warum habe ich nur... Mist!) Viele Grüße: Roger


mschaefer | Montag, 3. März 2014 - 8:54

Hi Roger, unsere Erfahrung ist: Ein Quereinstieg in die sozialen Berufe ist nicht mal eben schnell gemacht und gerade auch bei der Arbeitsagentur muss man sich stark für sich selbst einsetzen und am Ball bleiben (Altenpfleger oder Erzieher werden schneller genehmigt als HEP), aber wer das wirklich will und sich nach vielen Berufsjahren in anderen Branchen sicher ist: ein sozialer Beruf ist das, was ich jetzt wirklich will, der schafft es auch und ist hinterher wirklich zufrieden! Besser als eine schnelle Umschulung, mit der man oft als Pflegehelfer endet, ist es auch, die ganz normale HEP-Ausbildung zu machen, mit der man dann Weiterbildungschancen hat und Verantwortung übernehmen kann. Mit deinen Vorerfahrungen (Zivi, Mitbewohner, Cafésituation), die du unbedingt in deine Bewerbung und ins Anschreiben reinschreiben solltest, hast du jedenfalls schonmal gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz! Wir schlagen vor: Informiere dich bei den HEP-Ausbildungsstätten in deiner Nähe, was sie dir raten und ob du dich schon bewerben kannst. Die Ausbildungsstätten der Diakonie findest du hier: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/?category=26#content. Erst mit diesen Informationen bzw. sogar einer Zusage für einen Ausbildungsplatz in der Tasche gehst du dann zur Arbeitsagentur. Hier haben wir Tipps zur Finanzierung der Ausbildung http://www.soziale-berufe.com/inhalt/wie-finanziere-ich-meine-ausbildung.html. Weitere Fragen kannst du dann auch gerne an sozialeberufe@diakonie.de schreiben! LG, Maja von "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder"


Yannick | Mittwoch, 26. Februar 2014 - 0:13

Ich kann Vanessa zustimmen, in der ev. Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall, wechseln sich Theorie und Praxisblöcke ab. Du arbeitest in einer Trägereinrichtung der Schule und verdienst dort Ca. 900-1090€ brutto. Die vorraussetzungen für die Zulassung sind: mittlerer Bildungsabschluss und ein einjähriges Vorpraktikum/FSJ. Gruß Yannick


mschaefer | Mittwoch, 26. Februar 2014 - 8:09

danke für die hilfreichen infos, habe die gleich in unsere infobox oben im berufeportrait mit aufgenommen! maja


Socket | Dienstag, 25. Februar 2014 - 21:56

Hallo! Ich bn zwar erst dreizehn, aber trotzdem interessiere ich mich schon für men späteres Berufsleben. Da ich gerne mit Menschen rede und mich um kleine Kinder kümmere etc., würde ich gerne einen Beruf im sozialen Bereich wählen! Dann bin ich auf diese Seite gestoßen und habe den Beruf "Heilerzieherin" gefunden. Also jetzt meine Frage: Ich interessiere mich sehr für diesen Beruf und möchte Fragen wo ich schon ein wenig Erfahrung mit (geistig) behinderten Menschen sammeln kann! Bis jetzt habe ich mich nur um ältere, pflegebedürftige Menschen "gekümmert" und ich habe auf kleinere Kinder aufgepasst. Ich freue mch über eine hilfreiche Antwort. :)


mschaefer | Mittwoch, 26. Februar 2014 - 8:14

Hi Socket, das ist doch toll, dass du schon mit 13 anfängst, dich beruflich zu orientieren! Es gibt so viel zu bedenken, da braucht man auch etwas Zeit für. Möchtest du ein SOZIALE BERUFE-T-Shirt haben als kleine Belohnung für so viel Engagement? Dann melde dich mit Größe und Adresse an sozialeberufe@diakonie.de! Zu deiner Frage: Am besten machst du ein längeres Praktikum (z.B. während der 6 Wochen Sommerferien) oder/und nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Einrichtungen in deiner Nähe findest du entweder in unserem Ausbildungsstätten-Navigator http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/ oder beim Bundesverband evangelische Behindertenhilfe www.beb-ev.de oder in der Einrichtungssuche auf diakonie.de http://www.diakonie.de/service-navigator.html. Infos zum Thema Praktikum findest du auch hier: http://www.soziale-berufe.com/inhalt/praktikum-bei-der-diakonie.html. LG, Maja


Vanessa | Donnerstag, 9. Januar 2014 - 11:04

Guten Tag, ich wollte mich mal kurz äußern zu dem, dass man während der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin nichts verdient. Es gibt Einrichtungen die mit einer Schule im Blockunterricht zusammen arbeiten wobei man etwas verdient. Bsp. Baden-Württemberg (Mosbach und Schwäbisch Hall). Liebe Grüße Vanessa


mschaefer | Donnerstag, 9. Januar 2014 - 11:26

Danke für den Hinweis! Läuft die Ausbildung dann wie die Krankenpflegeausbildung: Unterrichtsblöcke und Praxisblöcke im Wechsel? LG, Maja


mschaefer | Donnerstag, 6. Februar 2014 - 13:04

Wir haben nochmal weiter recherchiert: An dieser Ausbildungsstätte bekommt man 380 Euro Ausbildungsvergütung im Monat: http://www.diakoniewerk-oberlausitz.de/fachschule-heilerziehungspflege.html. An dieser Ausbildungsstätte je nach Ausbildungsjahr 793 bis 953 Euro im Monat: http://www.hephata-bildung.de/fachschule-fuer-heilerziehungspflege.html LG an alle HEP-Interessierten, Maja


Lisa | Montag, 6. Januar 2014 - 0:22

Hey, ich würde gerne wissen wie viel man in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger/in verdient, und ob es besser wäre zu studieren bzw. eine Fachschule zu besuchen? Schon mal Danke im voraus. LG Lisa.


mschaefer | Montag, 6. Januar 2014 - 8:37

Hi Lisa, die Heilerziehungspflege ist eine schulische Ausbildung, du verdienst in der Ausbildung daher noch nichts. Meist kostet es ein Schulgeld. Wie du die Ausbildung dennoch finanzieren kannst, erklären wir dir in diesem Infotext: http://www.soziale-berufe.com/inhalt/wie-finanziere-ich-meine-ausbildung.html Zu deiner anderen Frage: Ein Heilerziehungspflege-Studium kenne ich gar nicht, ich kenne nur das Heilpädagogik-Studium. Ob Studium oder Ausbildung, dazu haben wir hier ein Interview: http://blog.soziale-berufe.com/2013/02/08/berufsberatung-heilpadagogik-8-2-13/ Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter. LG, Maja vom Team SOZIALE BERUFE kann nicht jeder


Gast | Donnerstag, 28. November 2013 - 11:19

Wie schaut es mit der finanziellen Absicherung während der 3 jährigen Ausbildung aus. Ich habe über 25 Jahre im Büro gearbeitet und möchte die Chance mit 40 wahrnehmen und wagen, noch einmal von vorne anzufangen. Bekomme ich vom Arbeitsamt hier Unterstützung?


mschaefer | Donnerstag, 28. November 2013 - 12:01

Hi Gast, das finden wir großartig, dass du den Mut hast, noch einmal etwas völlig Neues zu machen! Umsteiger sind in den Sozial- und Pflegeberufen herzlich Willkommen! Alle Infos zu Finanzierungsmöglichkeiten der Ausbildung haben wir in diesem Hintergrundtext zusammengetragen: http://www.soziale-berufe.com/inhalt/wie-finanziere-ich-meine-ausbildung.html. Fazit ist: Die Ausbildungsstätte lässt dich mit diesem Problem nicht allein. Such dir in unserem Navigator eine Ausbildungsstätte aus und vereinbare dort einen Beratungstermin. Viel Glück! Maja vom Projektteam "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder"


Gast | Freitag, 11. Oktober 2013 - 16:44

Ich weiß nicht, so recht was ich mal werden möchte... Ich habe jetzt eine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht. Mich interessiert der Beruf der Erzieherin und der Heilerziehungspflegerin...


mschaefer | Montag, 14. Oktober 2013 - 8:03

Heilerziehungspflege ist doch eine gute Idee! Wie können wir dir helfen? Maile uns deine Fragen an sozialeberufe@diakonie.de! Oder wenn du wissen möchtest, ob die Heilerziehungspflege wirklich zu dir passt, mach unseren Berufetest http://www.soziale-berufe.com/inhalt/berufsfindungstest-heilerziehungspfleger.html! LG, Maja von SOZIALE BERUFE kann nicht jeder


Jana Müller | Montag, 8. Juli 2013 - 14:26

Wieviel verdient mN beim Vorpraktikum und während der Arbeit? Wird man nach Ausbilung direkt übernohmen? Was ist der Unterschied zwsichen einem Anerkennungsjahr und dem Vorpraktikum? Besten Dank Jana


cdarocha | Dienstag, 9. Juli 2013 - 10:25

@Jana: In einigen Bundesländern muss das Anerkennungsjahr nach dem Studium/Ausbildung absolviert werden, um staatl.Anerkennung zu erhalten. Ein Anerkennungsjahr ist also ein Berufspraktikum und Teil der praktischen Ausbildung/Studium. Vorpraktika sind i.d.R. Praktika ohne Studienabschluss, z.B. werden für Ausbildungen oder Studiengänge praktische Erfahrungen vorausgesetzt, die man/frau in einem Vorpraktikum sammeln kann. Nur mit solchen Vorpraktika wird man/frau für die Ausbildung oder Studium zugelassen. Gehalt während des Vorpraktikums ist bundesweit und in jeder Einrichtung unterschiedlich! Auch die Länge des Praktikums ist unterschiedlich geregelt. Bei Praktika niemals ausbeuten lassen und immer nach Gehalt/Aufwandsentschädigung erkundigen! Als Berufseinsteiger kannst Du in der Diakonie 2.000-2.300Euro verdienen. Eine Garantie zur Übernahme gibt es leider nicht! Doch da dringend Fachkräfte gesucht werden, sind die Chancen hoch. Viel Erfolg, LG Claudine


Annegret Kuttruf | Dienstag, 2. Juli 2013 - 13:48

Liebe Maja, bei uns (in Baden Württemberg) braucht man für die Ausbildung zum HEP keine vorherige Ausbildung als Sozialassistent/in. Was man braucht ist ein einjähriges Vorpraktikum. Beste Grüße, Annegret Kuttruf


mschaefer | Mittwoch, 3. Juli 2013 - 10:46

Vielen Dank, Annegret, da hast du Recht. So steht's ja auch oben in unserem Text. LG, Maja


Moll | Mittwoch, 26. Juni 2013 - 17:15

Also ich wollte mal fragen was ich machen muss weil ich keien ahnung hab , die situation ist die, das ich momentan die 9te klasse einer realschule in mittelfranken besuche, alle anderen beginnen sich zu bewerben, haben ausbildungsstellen udn alles was ich hab, ist kein durchblick :p ich möchte heilerziehungspfleger werden udn wollte wissen welcher Weg da auf mich zu kommt. Ist es so das man erst bevor man mal mit menschen zu tun hat 3 oder 4 jahr enur auf die schule geht, oder kommt man direkt in einen betrieb in dem man dann lernt oder wie läuft das . und wo sind von mir aus gesehen (Rothenburg o.d.t.) die nächsten anlaufstellen ?


mschaefer | Donnerstag, 27. Juni 2013 - 8:28

...auch wenn deine Klassenkameraden alle sagen, sie wissen schon, was sie machen wollen, geht es vielen jungen Leuten so wie dir, dass sie von der Berufswahl und all den Möglichkeiten, die sich auftun, überfordert sind. Dass du Heilerziehungspfleger (HEP) werden möchtest, ist doch eine tolle Idee! Eigentlich stehen alle Antworten auf deine Fragen oben im Text: Bevor du die HEP-Ausbildung machen kannst, brauchst du eine Grundausbildung zum Sozialassistenten. Das ist eine zweijährige Ausbildung, bei der du viel Zeit in der Schule verbringst, aber in drei längeren Praxiseinsätzen auch schon in verschiedene Berufe reinschnuppern kannst. Als fertiger Sozialassistent kannst du dann mit HEP anfangen. Da bist du dann von Anfang an in der Praxiseinrichtung. Ein paar Tage die Woche Schule, ein paar Tage Praxis. Nach insgesamt fünf Jahren bist du fertig. Viele Ausbildungsstätten, die HEPs ausbilden, bieten auch die Sozialassistenz an, sodass du alles an derselben Ausbildungsstätte machen kannst. Die nächstgelegene Ausbildungsstätte in deiner Heimat findest du in unserem Ausbildungsstätten-Navigator hier: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/?category=24#content Viel Glück! LG, Maja


Anna | Mittwoch, 29. Mai 2013 - 12:26

Hallo, ich habe eine Frage die nicht mich persönlich betrifft, sondern eine Arbeitskollegin von mir die ich in ihrem Vorhaben eine HEP Ausbildung machen zu wollen unterstütze. Meine AK ist 45 Jahre jung und arbeitet mittlerweile seit 11 Jahren bei uns als Pflegehelferin. Bei unserer Einrichtung handelt es sich um ein Zentrum für Psychiatrie mit Stationen die sämtliche psychiatrischen und suchttypischen Krankheitsbilder in allen Altersstufen behandelt. Nun aber zu meiner Kernfrage. Meine Kollegin kann keinen Realschulabschluß nachweisen und auch keine KPH oder APH Abschluß, dennoch 11 Jahre einschlägige Berufserfahrung. Hat sie evtl. eine Chance auf eine Sonderbestimmung wonach langjährige einschlägige Berufserfahrung die regulär vorgeschrieben Schulbildung ersetzen kann? Hat jemand damit Erfahrung?


mschaefer | Freitag, 31. Mai 2013 - 8:35

Liebe Anna, das kann nur die jeweilige Ausbildungseinrichtung, bei der sich deine Kollegin bewerben möchte, sagen, ob sie bereit ist, in diesem Sonderfall einen Quereinstieg zu ermöglichen. Am besten ihr sucht in unserem Ausbildungsstätten-Navigator HEP-Ausbildungsstätten in eurer Nähe und fragt direkt dort an: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/?category=24#content. Bevor man die HEP-Ausbildung macht, muss man ja eigentlich die Basisausbildung Sozialassistent machen. Ich denke, der fehlende Realschulabschluss ist bei der langjährigen Berufserfahrung das kleinere Problem, aber deine Kollegin wird vielleicht nicht drum herumkommen, den Pflegehelfer-Abschluss oder Sozialassistent vor der HEP-Ausbildung zu machen. LG, Maja


Matthias | Mittwoch, 8. Mai 2013 - 18:33

Hallo an alle, bin Altenpfleger und würde gerne in Zukunft in der Heilerziehungspflege arbeiten. Gibt es da Qualifikationsmöglichkeiten? Bisher habe ich nur den umgekehrten Weg "Altenpflege für Heilerziehungspfleger" gefunden. Kann mir da jemand Auskunft geben? Vielen Dank im voraus.


mschaefer | Freitag, 10. Mai 2013 - 10:01

Hi Matthias, ich habe jetzt auf Anhieb auch keine Weiterbildung HEP für AP gefunden, kenne auch nur den umgekehrten Weg. Aber du kannst zwei Dinge versuchen: Auf der Startseite von diakonie.de findest du die Einrichtungssuche. Suche dir dort Einrichtungen der Behindertenhilfe in deiner Nähe heraus und rufe direkt dort an, um dich zu erkundigen, unter welchen Bedingungen man dich dort als Altenpfleger einstellen würde. Oder du suchst in unserem Ausbildungsstätten-Navigator http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/ AP-Ausbilder in deiner Nähe und fragst, ob sie dir als HEP einen Quereinstieg anbieten können. LG, Maja


Bernd | Donnerstag, 18. April 2013 - 13:09

Ich bin auf der suche nach einer möglichkeit mich zum Hep weiterbilden zu lassen allerdings habe ich einmal gehört das ich mit meiner Erzieherausbildung dies schon in einem halben Jahr absolvieren kann. Wo finde ich eventuelle informationen dazu?


Redaktion | Donnerstag, 18. April 2013 - 13:31

Hi Bernd, hier findest du alle diakonischen Ausbildungsstätten, die Heilerziehungspfleger ausbilden: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/?category=24#content Bitte such dir ein paar Ausbildungsstätten in deiner Nähe aus und wende dich mit deiner Frage direkt dorthin. Uns ist diese Turbo-Weiterbildung nicht bekannt, sondern nur eine heilpädagogische Weiterbildung für Erzieher. Das ist aber was anderes. Jede Ausbildungsstätte hat ihre eigenen Angebote für Quereinsteiger, also bitte direkt dort fragen! LG, Maja


Redaktion | Montag, 27. August 2012 - 10:18

Hi Loerchen, es gibt verschiedene Möglichkeiten der Weiterqualifizierung als Heilerziehungspfleger. Es gibt berufsbegleitende Weiterbildungen zu bestimmten Therapie- und Unterstützungsformen wie Kunsttherapie, Musikpädagogik, Tiergestützte Therapie. Der Klassiker ist natürlich die Aufbauausbildung oder das Studium der Heilpädagogik. Mit der abgeschlossenen HEP-Ausbildung bekommst du unter bestimmten Voraussetzungen die Zulassung zum Studium an einer Fachhochschule. Das ist unterschiedlich geregelt. Manchmal wird ein Eignungstest verlangt, manchmal ein paar Jahre Berufserfahrung. Wenn du die Zulassung bekommst, kannst du dich auch für den Bachelor Pflege, Bachelor Soziale Arbeit oder einen Bachelor Erziehungsstudiengang einschreiben. Infos zu diesen Angeboten findest du hier: http://www.soziale-berufe.com/inhalt/berufe-karriere.html. Ev. Ausbildungsstätten, die diese Angebote im Programm haben, findest du hier: http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator/. Viel Glück für deinen weiteren beruflichen Weg! LG, Maja vom Team "SOZIALE BERUFE kann nicht jeder"


Loerchen | Sonntag, 26. August 2012 - 18:12

Hei Ihr, weiß jemand von euch zufällig was man alles auf den Hep an Berufsbildern oder Studium draufsetzten kann wie z.B. Heilpädagogik. Vielen dank.


Jens Schmitz | Montag, 20. Februar 2012 - 15:13

Natürlich müssen auch die Fachschulen der Diakonie an die rechlichen Vorgaben der Bundesländer richten. Baden-Würtemberg ist meines Wissens nach ein Bundesland, in dem der MSA + ein einjähriges Vorpraktikum die Fachschul- Voraussetzung ist


Marc | Dienstag, 31. Januar 2012 - 19:03

Ich bin mir zwar nicht sicher ob die Fachschulen der Diakonie eine Ausnahme bilden, aber soweit ich weis, benötigt JEDER, neben der mittleren Reife einen Abschluss in einem staatlich anerkannten Beruf (z.B. Kinderpfleger, Soz.ass. ect.) x Nach der 10. Klasse und einem Praktikum wird man meiner Meinung nach nicht an einer Fachschule für HEP zugelassen. Ich bin selber HEP und wurde auch auf dem direkten weg, also ohne Vorabscluss deswegen abgelehnt. Ich mags bezweifeln, aber es kann aber bei der Diakonie auch anders sein. Da will ich jetzt was falsches sagen. Grüße Marc


Anna Müller | Dienstag, 24. Januar 2012 - 20:28

Eine schöne Beschreibung für den Beruf. Macht Lust auf noch mehr Recherche... Danke für die vielen hilfreichen Infos.


Redaktion | Montag, 9. Januar 2012 - 15:46

Das ist richtig: Bildung ist Ländersache, daher sieht die HEP-Ausbildung von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus. Wir stellen hier immer beispielhaft einen Ausbildungsgang vor - und geben dann den Link zur Bundesagentur für Arbeit, wo ihr euch über die Besonderheiten in eurem Bundesland informieren könnt. In Berlin und Brandenburg ist die Ausbildung der Heilerziehungspflege eine rein schulische Ausbildung. Daher gibt es keine Vergütung, auch in den Praktika nicht. Da sind die Leute in Berlin leider schlechter dran als beispielsweise in Bayern. Dort dauert die schulische Ausbildung 2 Jahre und die berufsbegleitende (d.h. mit Lohn) Ausbildung 3 Jahre.


Redaktion | Montag, 9. Januar 2012 - 13:45

Liebe Margaritta, wer dir bei der Arbeitsagentur helfen kann, müsstest du bitte direkt dort erfragen. Infos zum Modellprojekt Heilerziehungspflege-Altenpflege der Ev. Fachschule der Diakonie Kork findest du hier: http://bit.ly/zOisVI. Wenn du dich für die klassische Heilerziehungspflegeausbildung interessierst, findest du hier alle diakonischen HEP-Schulen in Deutschland: http://bit.ly/yaY3zz LG, Azubine Maja


Nadine S. | Dienstag, 20. Dezember 2011 - 18:28

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass über die Einstellungsvoraussetzungen keine pauschale Aussage getroffen werden kann, da sie sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Und auch die Strukturierung und die Inhalte der Ausbildung sind teilweise sehr unterschiedlich. Auch eine Ausbildungsvergütung bekommt man nicht unbedingt, teilweise muss man sogar Schulgeld zahlen, z.B. auch im evangelischen Johannesstift. (Allerdings kann man Bafög beantragen.)


Margaritta Hoffmann | Dienstag, 20. Dezember 2011 - 10:22

Hallo.. bitte mir geben aderesse in Stuttgart.....wo kann ich nachfragen wegen Infos zum Berufs bei der Bundesagentur für Arbeit MfG Margaritta Hoffmann